Mittwoch, 19. Juni 2019
Hardalpi Tour 2017
WATER PROOF - Hardalpi 2017
Prolog
Im vorigen war für
mich Hardalpi- Premiere. Ich war so „angefixt“, dass wir sogar eine eigene Nachtveranstaltung
durchgeführt haben, (ENDURO 09-2017/ Blue Night Adventure): Natürlich muss ich
auch 2017 dabei sein…
Ich bin einer von
fast 500 Reise- Endurofahrern aus 21 Nationen!
Damit sprengt diese Ausgabe wiederum alle Rekorde. Das gilt genauso für die
Strecke – höherer Anspruch längere Fahrstrecken sind vorgegeben. Die „Discovery“
bietet 430 Kilometer mit 16 Stunden Fahrzeit, die „Classic“ 580 Kilometer in 24h,
die „Extreme“ 900 Kilometer in 36 Stunden.
Wir können nie genug „Enduro“ bekommen, und fahren nach der “Classic“ nun die "Extreme". Von
Freitagnacht bis Sonntag fahren wir möglichst viel offroad entlang des Alpen-Hauptkammes
von San Remo nach Sestriere. Obwohl diese Veranstaltung sicher Rennen ist, verkörpert
sie für mich den ursprünglichen Rallyegedanken: Offroad, lange Strecken, Nacht,
Herausforderung, Teamgeist und nicht zuletzt – durchhalten!
Und „water proof“ - das
sollte man 2017 auf jeden Fall sein - es war die bisher regenreichste Hardalpi.
Liaison
Wir fahren mit Auto
und Hänger bis Salbertrand auf den
Campingplatz. Die Strecke von Deutschland nach Italien „auf Achse“ zu fahren, sparen
wir uns. Als wir abends das Gespann abstellen,
treffen wir auf viele Gleichgesinnte, dieser Platz ist nicht nur für uns die
ideale Basis bei dieser Tour.
Am nächsten Morgen
starten wir zeitig unsere DR´s, um schnell via Autostrada nach San Remo zum Start
zu gelangen.
Ich zähme meine
kribbelnde Gashand und befolge das selbst auferlegte Limit von 80 Sachen. Wir
wollen unsere Mousse schonen - unsere Versicherung, um nicht nachts im Gelände Reifen
flicken zu müssen. Ein Kollege aus der Schweiz düst mit seiner Rallye-KTM links
an uns vorbei – mit Vollgas! Wir treffen ihn einige Kilometer später, am
Straßenrand mit verbrannten Mousse. Pünktlich erreichen wir San Remo, wo der Veranstalter
an der Uferpromenade ein riesiges Camp eingerichtet hat.
Die perfekte Choreographie
bei der Papierabnahme verhindert langes Warten. So bleibt mehr Zeit zum Gucken
und "Benzin quatschen". Bei fast 500 Motorradfahrern gibt es dazu ja
genug Möglichkeiten. Von klassischen japanischen Enduros der Achtziger bis zu mit
aller Elektronik und Zubehör vollgestopften Dampfern à la GS Adventure ist hier
alles vertreten was sich neudeutsch Adventure - Enduro nennt. Auch unsere
Rallye-DR BIG werden als Exoten bestaunt. Wir verteilen fleißig Aufkleber
unseres "THE BIG DUCKS" Teams und finden viele neue Freunde und Fans.
Abendessen gibt es im
edlen Casino von San Remo, natürlich auch ein Briefing mit Präsentationen und
"tam-tam".
Speciale 1
Der warme Tag ist
vergangen und eine laue Spätsommernacht ist hereingebrochen. Gegen 23 Uhr
starten die Motoren. Das wilde Gewühl beim Vorstart ordnet sich am Casino. Die Startprozedur
ist wie in der Silvesternacht in Paris: Rampe, Blitzlichtgewitter und Zuschauer-massen.
Schnell verlassen wir die Stadt und klettern über enge Kehren hinauf in die
Berge. Modernes LED-Licht macht die Nacht hell und wirft einen fahlen
Lichtkorridor auf enge Schotterpisten. Begeisterung und Adrenalin lassen uns
die ganze Nacht fahren. Im Morgengrauen erreichen wir den ersten großen
Checkpoint in Garessio. Wir freuen uns auf eine Turnhalle mit Matratzen und
eine "Mütze Schlaf". Doch hier bekommt die gewohnt perfekte
Organisation erste Risse. Die Turnhalle ist geschlossen. Nun schlafen wir draußen
auf dem Spielfeld und hoffen auf ein paar wärmende Strahlen der Sonne.
Speciale 2
Nach zwei Stunden
Schlaf reicht es uns und wir schauen im Camp nach, wann wir weiter können. Zunächst
hören wir, dass ab 14 Uhr gestartet wird, dann erfahren wir von Teams, die
bereits eine erste Schleife um Garessio gefahren sind. Nach einigen hin und her
dürfen wir um zwei Uhr endlich wieder in den Sattel. Tolle Pisten und
gigantische Ausblicke machen richtig Laune, auch wenn sich am Horizont dunkle
Gewitterwolken sammeln. Dann schlagen auch die ersten fetten Tropfen auf die
Brille - und wir machen wieder mal diesen dummen Fehler: Erst mal fahren, wird schon
gleich aufhören. Tut es natürlich nicht und wir zerren in einem Waldstück die
Regenklamotten über das nasse Endurozeug. Wir schlagen uns durch das Gewitter
zurück nach Garessio. Der Veranstalter rät uns dringend vom Befahren der
zweiten Schleife ab - viel zu gefährlich bei Gewitterregen!
Das Warten im Camp
verbessert die Lage nicht, es regnet ununterbrochen.
Speciale 3-1
Wir brechen nach
Limone Piemonte auf, dem nächsten Checkpoint. Die im letzen Jahr prall gefüllte
Stadt ist wie ausgestorben. Einsam schallt aus einer Bar unter einem
Regenschirm Popmusik über den Platz. Wir fühlen uns angezogen und kommen mit
dem Besitzer ins Gespräch, der uns ein Zimmer vermittelt. Ein Hauptgewinn, denn
schnell waren alle Zimmer von schlabbernassen Enduristen ausgebucht. Und unser Jackpot
war wirklich top - wir durften die Winterausrüstung des Vermieters nutzen -
elektrische Stiefeltrockner!
Speciale 3-2
Am nächsten Morgen
hingen die Wolken tief in den Bergen, die Straße jedoch war abgetrocknet.
Nach einem guten Frühstück
in warme, trockene Klamotten steigen - das motiviert richtig. Auch wenn dieser
Zustand nur 100m anhält. Dann regnet es als hätten die Wolken schon Jahre das
Wasser gesammelt. Trotzdem war unser Ziel klar: Wir fahren die gesamte Strecke ab
- bis Sestriere ins Ziel! Wir waren genügend ausgeruht, der Zeitplan eng,
jedoch nicht zu knapp. Wir machten wenige Pausen. Wir fuhren durch schwarze Nebelwolken
mit Sichtweite bis zu Tacho. Wir überquerten sonnige fast winterkalte und sehr windige
Pässe. Wir durchquerten wieder und wieder peitschenden Regen. Wir genossen
gigantische Ausblicke weit ins Land und wenig später sahen wir den Vordermann
kaum. Ein paar Täler waren gut zum Aufwärmen. An einer Steilauffahrt stand
einsam eine herrenlose BMW GS. Was war hier wohl vorgefallen in der Nacht?
Finale
Die Hardalpi
"benutzt" alle große Alpenstrecken, die sich ein Endurist nur
wünschen kann: von der ligurischen Grenzkammstraße über Maira Stura bis zur Assietta
Kammstraße sind alle Highlights dabei. Und wir hatten nach der langen
Regenfahrt zum Schluss noch einmal richtig Glück: Am Einstieg zur Assietta kam
die Sonne heraus und präsentierte uns ein frisch gewaschenes Bergpanorama in
tausend Farben des Hochgebirges. Erst gemütlich, dann flott genossen wir die
letzen Kilometer, um nach 60 Stunden und über 1000 Kilometern nach unserer
Abfahrt am Campingplatz nun unter dem Zielbogen in Sestriere zu stehen. Neben
einer Urkunde und vielen einmaligen Erinnerungen bleibt auch immer dieses
Gefühl: Wir haben es - trotz allem – geschafft!!
Und deswegen sind wir
2018 auch wieder dabei- egal wie das
Wetter ist.
Donnerstag, 25. Januar 2018
ROADBOOKHALTER? HRT 3.0!!!
Der Roadbookhalter 3.0
...die Geschichte davor
Ich fahre nun über 20 Jahre lang Rallyes. Begonnen habe ich mal mit einem Roadbook von Acerbis.
wer das Teil kennt: "Brötchendose mit Drehgriffen"
Die Nummer mit dem Schlauch nach links als Fernbedienung hat nie richtig funktioniert.
Ziemlich schnell war mir klar, dass ich ein Teil mit elektrischen Antrieb und Fernbedienung brauche, um nicht beim "weiterleiern" im nächsten Graben zu landen.
....
Die Auswahl war vor 20 Jahren ziemlich übersichtlich und so kam ich zum MD (damals noch mit dem Zusatz "Roadrunner") Roadbook.
Ziemlich lange war das nicht nur meine erste Wahl, auch alle Dakar Privat- und Werksteams haben das bis vor kurzen fast ausnahmslos benutzt:
... hat aus 2 Seitenwangen aus einem extrem stabilen und bruchsicheren Kunststoff, in welche kleine Kugellager für die Wellen eingelassen sind, die einen extrem leichten Lauf garantieren - unter allen Bedingungen und ohne Vibrationen und dröhnende Geräusche (kennt man vom MD mit seinen Kunstsstoffbuchsen)
...hat eine Schale aus Aluminiumblech, welche mit den Seitenwangen verschraubt ist. Die Schale und auch der Seitenteile sind einzeln als Ersatzteil verfügbar (wie übrigens JEDES Teil dieses Roadbooks). Im Falle eines Sturzes können Einzelteile leicht ersetzt werden , zu geringen Kosten. (eine Touratech - Schale z.B.ist nach einem Crash überhaupt nicht zu richten, eine geschweißte MD/ Migtec-Schale sehr schwer)
...hat aus einem starken, innenliegenden Elektromotor, welcher über Freilaufnaben und Riemen das Papier bewegt. Unserer Meinung nach ist das noch immer die effizienteste Variante für einen Roadbookantrieb. Unser Motor befindet sich Sturzgeschützt im Gehäuse, stört auch beim Einlenken nicht (wie der des MD oder Migtec). Die Riemen liegen geschützt vor der Sonne seitlich im Gehäuse, lassen sich sehr schnell wechseln. (man muss keine Buchsen und Wellen herausschlagen wie bei MD oder Migtec)
...hat eine LED Beleuchtung die von oben und unten das Ppapier von OBEN anleuchtet, Wunschfarben sind kein Problem. (Touratech, Migtech, MD und Co. leuchten alle von unten durch das Papier. Nachteile bei großen Rollen und dickeren Papier = schlechte Ausleuchtung)
...hat einen einem ZWEIteiligen Deckel: Ein Stabiler, wasserdichter Rahmen trägt eine auswechselbare stabile Makrolonscheibe. Keine Vibrationen, kaum Anlaufen. Der Deckel ist mit 2 Spanngummis gesichert und kann schnell und einfach geöffnet werden. Kein schieben, kein pressen, um einen Deckel auf das Gehäuse zu bekommen! Der Scheibeneinsatz ist natürlich separat erhältlich. Gemäß unserer Idee, wirklich jedes Ersatzteil zur Verfügung zu haben. Wir sind halt nicht alle Profis und nicht jeder kann sich für eine neue Rallye immer wieder und wieder ein neues Roadbook kaufen.
...benötigt KEINE zusätzliche Halteschale zum Anbau an den Lenker (wie z.B. das MD Roadbook). Die stabile Konstruktion erlaubt sogar den Anbau von Haltemodulen für Tripmaster und GPS an das Roadbookgehäuse!! Platz und zusätzliches Gewicht wird gespart, die Anzahl möglicher (Sturz-)Teile wir erheblich verringert.
...die Geschichte davor
Ich fahre nun über 20 Jahre lang Rallyes. Begonnen habe ich mal mit einem Roadbook von Acerbis.
wer das Teil kennt: "Brötchendose mit Drehgriffen"
Die Nummer mit dem Schlauch nach links als Fernbedienung hat nie richtig funktioniert.
Ziemlich schnell war mir klar, dass ich ein Teil mit elektrischen Antrieb und Fernbedienung brauche, um nicht beim "weiterleiern" im nächsten Graben zu landen.
....
Die Auswahl war vor 20 Jahren ziemlich übersichtlich und so kam ich zum MD (damals noch mit dem Zusatz "Roadrunner") Roadbook.
Ziemlich lange war das nicht nur meine erste Wahl, auch alle Dakar Privat- und Werksteams haben das bis vor kurzen fast ausnahmslos benutzt:
Das bin ich übrigens wirklich und meine damaligen Rallyebikes :-)
Und dieses gerät fuhr Herr Coma zum Dakar- Sieg..na mit welchem RB Halter? ;-)
...
Touratech brachte vor mittlerweile auch schon langer Zeit ein Roadbook auf den Markt, was mit 2 Motoren und Zahnrädern aus Kunststoff nur durch Unzuverlässigkeit und hohen Gewicht Punkte machte.
Später gab es - für noch mehr Geld- Zahnräder aus Metall und eine Außenschale aus Carbon. Das Teil wurde dadurch kaum besser und so verwundert es nicht, dass alle Profis immer noch das MD benutzten.
Sehr witzig auch der "piepsige" Schalter. 2x mit Endurohandschuhen gedrückt und...ab ..
...
Nachdem Honda wieder in das Profi- Rallyegeschäft einstieg, mussten an die Honda -Werksbikes auch Roadbookhalter. Wieder einmal ging der Weg nicht am MD (Prinzip) vorbei. Nur gab es ein Problem: MD war inzwischen vom Konkurrenten KTM aufgekauft - und wie sieht denn das aus...ein KTM Roadbookhalter an einer Werks- Honda... :-)
Flugs wurde das MIGTEC Roadbook erfunden, was inzwischen auch jeder kaufen kann:
Pulverbeschichtete Oberflächen, etwas anderer Motor, gleicher Deckel und 100% gleiche Abmaße und Aufbau ....nanana ...
Kaufen kann es inzwischen jeder, sogar billiger als das Original (MD)
Gibts auch (noch) im DR BIG Shop: http://www.dr-big-shop.de/RallyeRacing_1302.html
...
Inzwischen gibt es - dank moderner Fertigungstechnologien, die Kleinserien auch in hoher Qualität erlauben - doch noch mehrere und verschiedene Angebote für Roadbookhalter.
...und jetzt
Und nun bauen wir bei Hessler Motorsport auch noch einen Roadbookhalter!?
Ja, das machen wir!
weil wir...
- unbedingte Zuverlässigkeit haben wollen!
- eine SOFORTIGE Verfügbarkeit von Geräten UND Ersatzteilen garantieren!
- also unsere Erfahrungen umsetzen und anbieten möchten!
Der Roadbookhalter HRT 3.0
(hier zu kaufen): HRT Roadbook 3.0
... hat aus 2 Seitenwangen aus einem extrem stabilen und bruchsicheren Kunststoff, in welche kleine Kugellager für die Wellen eingelassen sind, die einen extrem leichten Lauf garantieren - unter allen Bedingungen und ohne Vibrationen und dröhnende Geräusche (kennt man vom MD mit seinen Kunstsstoffbuchsen)
Außerdem bieten wir die Aluschale in verschiedenen Eloxalfarben an, für ein individuelles Design !
...hat aus einem starken, innenliegenden Elektromotor, welcher über Freilaufnaben und Riemen das Papier bewegt. Unserer Meinung nach ist das noch immer die effizienteste Variante für einen Roadbookantrieb. Unser Motor befindet sich Sturzgeschützt im Gehäuse, stört auch beim Einlenken nicht (wie der des MD oder Migtec). Die Riemen liegen geschützt vor der Sonne seitlich im Gehäuse, lassen sich sehr schnell wechseln. (man muss keine Buchsen und Wellen herausschlagen wie bei MD oder Migtec)
...hat eine LED Beleuchtung die von oben und unten das Ppapier von OBEN anleuchtet, Wunschfarben sind kein Problem. (Touratech, Migtech, MD und Co. leuchten alle von unten durch das Papier. Nachteile bei großen Rollen und dickeren Papier = schlechte Ausleuchtung)
...hat einen einem ZWEIteiligen Deckel: Ein Stabiler, wasserdichter Rahmen trägt eine auswechselbare stabile Makrolonscheibe. Keine Vibrationen, kaum Anlaufen. Der Deckel ist mit 2 Spanngummis gesichert und kann schnell und einfach geöffnet werden. Kein schieben, kein pressen, um einen Deckel auf das Gehäuse zu bekommen! Der Scheibeneinsatz ist natürlich separat erhältlich. Gemäß unserer Idee, wirklich jedes Ersatzteil zur Verfügung zu haben. Wir sind halt nicht alle Profis und nicht jeder kann sich für eine neue Rallye immer wieder und wieder ein neues Roadbook kaufen.
...benötigt KEINE zusätzliche Halteschale zum Anbau an den Lenker (wie z.B. das MD Roadbook). Die stabile Konstruktion erlaubt sogar den Anbau von Haltemodulen für Tripmaster und GPS an das Roadbookgehäuse!! Platz und zusätzliches Gewicht wird gespart, die Anzahl möglicher (Sturz-)Teile wir erheblich verringert.
... hat elektrische Anschlüsse (+12V, Masse) für die Led Beleuchtung und für den Motor. Der Motoranschluß ist kompatibel für viele verschiedene Fernbedienungseinheiten. Wir empfehlen die Fernbedienungseinheit "RNS Multiswitch3", im DR BIG SHOP ebenfalls erhältlich. Es passen ebenfalls Fernbedienungsschalter von MD, Migtec, F2R.
...ist für große, dicke Roadbooks hervorragend geeignet. Das HRT 3.0 fasst die 1,5 fache Blattanzahl des MD/Migtec Roadbooks! Im Diagramm gehen wir von einer Blattstärke von 0,16mm aus - was einem unter realen Bedingungen gerollten Roadbook entspricht. Dort erreichen wir 58 Blatt Papier, das MD/Migtec schafft unter gleichen Bedingungen nur 36 Blatt. Das macht den Unterschied ob Du draussen auf der Strecke - vielleicht unter Zeitdruck oder gar noch bei Regen die zweite Rolle einfädeln musst!
Das Roadbook ist trotzdem sehr kompakt: Display/Deckel 204x133mm, das Gehäuse baut 99mm tief (MD195x133, Tiefe 80mm - dazu steht beim MD/Migtec noch der Motor rechts seitlich um 50mm heraus, was oft den Lenkeinschlag auf dieser Seite behindert!
Das Roadbook ist trotzdem sehr kompakt: Display/Deckel 204x133mm, das Gehäuse baut 99mm tief (MD195x133, Tiefe 80mm - dazu steht beim MD/Migtec noch der Motor rechts seitlich um 50mm heraus, was oft den Lenkeinschlag auf dieser Seite behindert!
ist in Kleinserie mit modernsten Technologien gefertigt und Konstruiert - und es ist von Profis erfolgreich getestet!
(hier zu kaufen): HRT Roadbook 3.0
Zusätzlich noch ein paar "bewegte Bilder":
(hier zu kaufen): HRT Roadbook 3.0
Zusätzlich noch ein paar "bewegte Bilder":
Dienstag, 13. Juni 2017
Rallye BLUE NIGHT ADVENTURE 2017
Blue Night Adventure? Genau! Die blaue Nacht - das ist die kürzeste Vollmondnacht des Jahres 2017 - es wird dunkel, aber nicht lange und ein "gelber Scheinwerfer" leuchtet vom Himmel!
Diese Rallye bin ich leider nur am Tag gefahren - als ich die Strecken ausgesucht habe für 29 "Nachteulen". 😎 Das wollte ich nämlich seit einem Jahr schon machen!
Start der Rallye war abends um 20 Uhr, Ziel am Morgen danach gegen 5.00 Uhr bei Sonnenaufgang auf den Berggipfeln des Thüringer Waldes.
Und genau so hatte ich mir das gewünscht! Bestes Wetter kann man natürlich nicht kaufen, aber bekommen - und das hatten wir. Eben Glück gehabt! 😀
Die Rallye begann mit technischer Abnahme bereits am Mittag auf dem Endurogelände in Marisfeld/ Thürigen, wo sich neben Start und Ziel auch das Fahrerlager befand. Wir als Veranstalter wollten damit verhindern, das die Teilnehmer nach einer langen Anfahrt - einige Teilnehmer waren auch aus der Schweiz und Frankreich gemeldet - sofort in eine anstrengende Nacht starten.
Gegen 16.00 wurden alle Bikes in den Parc Ferme geschoben, bis zum Prolog um 20.00 Uhr mussten nun auch die Motoren ruhen.
Insgesamt 260km Strecke wartete nun auf ausgeschlafene Piloten und mit viel LED -Licht ausgerüstete Bikes dabei war so viel Offroad - Anteil eingebaut wie eben möglich.
Ein Prolog mit einer Bergab - Prüfung am Steilhang und einem Endurokurs im Wald war der Einstieg. Da die Prologzeit voll in die Wertung eingeht, gab es von Anfang an harte Fights um jede Sekunde.
Die erste Etappe war mit 46 Kilometern noch recht kurz, 2 Durchfahrtskontrollen waren in der anbrechenden Nacht zu finden. Die darauffolgende Navigationsprüfung auf dem Offroadgelände in Marisfeld war in Kilometern auch nicht sehr lang.
Die "fixen Navigatoren" schafften den Kurs - nun schon im Dunkeln - auf kniffligen Singletrails mit vielen Abzweigungen und ingesamt 5 Durchfahrtskontrollen in tollen 17 Minuten. Einige Fahrer hatten wahrscheinlich so viel Spaß, das sie sich erst nach 48 Minuten von der Prüfung trennen wollten, dabei waren noch nicht einmal alle Durchfahrtskontrollen auf der Fahrerkarte... 😋. Für die Zuschauer war es jedenfalls ein lustiges Bild, wie suchende "Glühwürmchen" durch die Nacht donnerten.
Die lange Nachtetappe begann bei klaren Himmel und einem hell leuchtenden Vollmond. Die Nacht war lau, nur auf dem Bergkamm des Thüringer Waldes sanken die Temperaturen unter 10 Grad. Auf kleinsten Nebenstraßen und unbefestigten Fahrwegen, immer wieder hoch zum Gipfel und wieder ins Tal, so verging die Nacht, bis um 4 Uhr die letzte Wertungsprüfung in der Dunkelheit gestartet wurde: Eine "Rollprüfung" vom Berg hinunter ins Tal ohne Motorkraft macht keinen Krach - sehr gut für empfindliche "Deutsche Ohren" - braucht aber trotzdem eine Portion Courage. Wer nämlich bei dieser Prüfung vor den engen Kurven zu ängstlich bremst, der bekommt den Schwung nicht wieder zurück und eine sehr lange Fahrtzeit gestempelt.
Nach dem Rollen konnte wieder Gas gegeben werden: Eine 11 km lange Schotterpiste von 400 bis auf 750 Meter Meereshöhe führte die "Nachtwandler" ins Ziel, wo bei Vollmond gleichzeitig die Sonne über den Bergen aufging. Dazu gab´s ein Frühstücksbuffet mit heißen Getränken - als Abschluß einer heißen Nacht im Juni.
Die Blue Night Adventure ist eine Rallye für jeden Motorradfahrer, der Onroad und Offroad mit Roadbook und Tripmaster navigieren möchte. Es kann jedes straßenzugelassene Motorrad teilnehmen, offroadtauglichkeit vorausgesetzt. Zum Navigieren sind Tripmaster und Roadbookhalter wichtig, es wird nach Roadbookzeichen und NICHT nach GPS gefahren.
Diese Rallye bin ich leider nur am Tag gefahren - als ich die Strecken ausgesucht habe für 29 "Nachteulen". 😎 Das wollte ich nämlich seit einem Jahr schon machen!
Start der Rallye war abends um 20 Uhr, Ziel am Morgen danach gegen 5.00 Uhr bei Sonnenaufgang auf den Berggipfeln des Thüringer Waldes.
Und genau so hatte ich mir das gewünscht! Bestes Wetter kann man natürlich nicht kaufen, aber bekommen - und das hatten wir. Eben Glück gehabt! 😀
Die Rallye begann mit technischer Abnahme bereits am Mittag auf dem Endurogelände in Marisfeld/ Thürigen, wo sich neben Start und Ziel auch das Fahrerlager befand. Wir als Veranstalter wollten damit verhindern, das die Teilnehmer nach einer langen Anfahrt - einige Teilnehmer waren auch aus der Schweiz und Frankreich gemeldet - sofort in eine anstrengende Nacht starten.
Gegen 16.00 wurden alle Bikes in den Parc Ferme geschoben, bis zum Prolog um 20.00 Uhr mussten nun auch die Motoren ruhen.
Insgesamt 260km Strecke wartete nun auf ausgeschlafene Piloten und mit viel LED -Licht ausgerüstete Bikes dabei war so viel Offroad - Anteil eingebaut wie eben möglich.
Ein Prolog mit einer Bergab - Prüfung am Steilhang und einem Endurokurs im Wald war der Einstieg. Da die Prologzeit voll in die Wertung eingeht, gab es von Anfang an harte Fights um jede Sekunde.
Die erste Etappe war mit 46 Kilometern noch recht kurz, 2 Durchfahrtskontrollen waren in der anbrechenden Nacht zu finden. Die darauffolgende Navigationsprüfung auf dem Offroadgelände in Marisfeld war in Kilometern auch nicht sehr lang.
Die "fixen Navigatoren" schafften den Kurs - nun schon im Dunkeln - auf kniffligen Singletrails mit vielen Abzweigungen und ingesamt 5 Durchfahrtskontrollen in tollen 17 Minuten. Einige Fahrer hatten wahrscheinlich so viel Spaß, das sie sich erst nach 48 Minuten von der Prüfung trennen wollten, dabei waren noch nicht einmal alle Durchfahrtskontrollen auf der Fahrerkarte... 😋. Für die Zuschauer war es jedenfalls ein lustiges Bild, wie suchende "Glühwürmchen" durch die Nacht donnerten.
Die lange Nachtetappe begann bei klaren Himmel und einem hell leuchtenden Vollmond. Die Nacht war lau, nur auf dem Bergkamm des Thüringer Waldes sanken die Temperaturen unter 10 Grad. Auf kleinsten Nebenstraßen und unbefestigten Fahrwegen, immer wieder hoch zum Gipfel und wieder ins Tal, so verging die Nacht, bis um 4 Uhr die letzte Wertungsprüfung in der Dunkelheit gestartet wurde: Eine "Rollprüfung" vom Berg hinunter ins Tal ohne Motorkraft macht keinen Krach - sehr gut für empfindliche "Deutsche Ohren" - braucht aber trotzdem eine Portion Courage. Wer nämlich bei dieser Prüfung vor den engen Kurven zu ängstlich bremst, der bekommt den Schwung nicht wieder zurück und eine sehr lange Fahrtzeit gestempelt.
Nach dem Rollen konnte wieder Gas gegeben werden: Eine 11 km lange Schotterpiste von 400 bis auf 750 Meter Meereshöhe führte die "Nachtwandler" ins Ziel, wo bei Vollmond gleichzeitig die Sonne über den Bergen aufging. Dazu gab´s ein Frühstücksbuffet mit heißen Getränken - als Abschluß einer heißen Nacht im Juni.
Die Blue Night Adventure ist eine Rallye für jeden Motorradfahrer, der Onroad und Offroad mit Roadbook und Tripmaster navigieren möchte. Es kann jedes straßenzugelassene Motorrad teilnehmen, offroadtauglichkeit vorausgesetzt. Zum Navigieren sind Tripmaster und Roadbookhalter wichtig, es wird nach Roadbookzeichen und NICHT nach GPS gefahren.
Bilder: Jan Zwicker, Stefan Heßler, Andreas Hansky
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