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Montag, 29. Dezember 2014

BERU East Enduro 2002

BERU East Enduro 2002

EAST ENDURO Challenge Sonneberg - die Suhler waren dabei!

Wenn der MC Isolator Sonneberg zur East Challenge ruft, werden natürlich auch in Suhl die Motorräder aufgeladen. Denn für eines ist Sonneberg bekannt: Es gibt eine richtige Geländefahrt!

Dem Angebot, vier mal eine ca. 60 Kilometer lange Endurorunde am Tag durchfahren zu dürfen, folgten die Suhler Motorsportler gern. Allerdings hat diese Tour in ganz Deutschland einen sehr guten Ruf, und so konnte nur mitfahren, wer auch sehr zeitig eine Nennung abgegeben hatte. Obwohl die Anzahl der Startplätze auf 450 erhöht wurde, war bis zum letzten Startplatz alles völlig ausgebucht! Und so ging es zu wie bei einem Popkonzert zu DDR-Zeiten: Noch am Abnahmezelt standen nicht wenige Fahrer, die auf gut Glück kamen und hofften, doch noch einen Startplatz ergattern zu können...

Nun aber zum Rennen: Wie bei einer klassischen Geländefahrt üblich, machten sich die ersten Fahrer gegen 7.00 Uhr - gestartet wurde in Vierergruppen - auf die 60km-Runde, die mit bestimmten Sollzeiten zu absolvieren war. Damit jeder auch gleich richtig "warm" wurde, hatte der Veranstalter dieses mal die Wertungsprüfung gleich 3 km nach dem Start in die Streckenführung aufgenommen. Der in ca. 3 Minuten zu durchfahrende Spezialtest auf einen Acker wurde in den ersten drei Runden jeweils auf Bestzeit absolviert und stellte keinen der Fahrer vor ernsthafte Probleme.Genauso waren die Fahrzeiten auf der Strecke eigentlich kein Thema. Dennoch gab es Fahrer die mit teilweise saftigen Strafzeiten "glänzen " konnten. Die Ursache waren die auf der gesamten Runde liebevoll verteilten Schlammlöcher, in denen so mancher einige Zehnminuten nach dem festen Grund suchte... Und dieses Zeitdefizit ist dann auch für einen schnellen Piloten nicht mehr aufzuholen. Die gesamte Streckenführung war, sicher auch wegen des schönen Wetters, insgesamt nicht sehr schwer zu fahren, jedoch drückten trialartige Passagen über Erdhalden und durch enge Waldpfade immer wieder das Tempo und stahlen den nicht wenigen Hobbypiloten auch ordentlich Kondition.

Eine Besonderheit in Sonneberg ist auch die einzigartige Begeisterung von Zuschauern UND Bevölkerung. Ich kann mich an kaum eine Veranstaltung erinnern, wo freundliche Einwohner den schmutzigen Helden mitten im Ort frisches Wasser und Snacks reichen, während diese auf Ihre Sollzeit vor den Durchfahrtskontrollen warten. So ein gutes Gefühl, dass man als Endurofahrer anerkannt und nicht als Rowdy geschmäht wird... das macht die einmalige Stimmung in Sonneberg aus! Natürlich auch die Zuschauer: Wo auch immer ein Schlammloch, eine Auffahrt oder eine andere spektakuläre Aktion der Piloten zu erwarten war, standen Fans in Massen. Ausser Blitzlichtgewitter und Anfeuerungsrufe wurde aber auch mal handfeste Hilfe geleistet. So mancher Teilnehmer würde sicher ohne die helfenden Hände und Spanngurte, die auf einmal wie hergezaubert auftauchten, noch heute im Schlamm stecken. Sicher hatten auch einige Piloten zu viel Vertrauen zu den Helfern und schalteten gleich vornweg das Hirn aus. Das die gezeigte Linie dann doch ein Flop war, hatte nur noch mehr Spass, zumindest auf Zuschauerseite, zur Folge....

Am Ende eines langen Fahrtages gab es natürlich glückliche Sieger, aber auch einige, die den Anlauf im nächsten Jahr brauchen werden, um das Ziel zu sehen. Wenn von 450 gestarteten Fahrern 320 ankamen, aber auch 130 ausfielen, ist das ein gutes Zeichen für die Qualität und den Anspruch dieses Rennens. Für die Fahrer aus dem Suhler Raum war das Ergebnis genauso durchwachsen wie das Gesamtklassement: Der WM-Fahrer Lars Nonn aus Dietzhausen belegte in seiner Klasse Platz 3 und wurde damit sicher den Erwartungen auf einen vorderen Platz gerecht, die Piloten mit Fahrerlizenz vom MSC Suhl Kai Sander (Platz 9), Donald Vieweg (Platz 5) und Stefan Heßler (Platz 9) konnten nicht nur in Ihrer Klasse, sondern auch in der Gesamtwertung Plätze im vorderen Fahrerfeld erringen. Es wäre einfach zuviel, an dieser Stelle alle erfolgreichen Suhler Fahrer aufzulisten. Deswegen empfehlen wir jeden, der im Detail Interesse für den Ausgang dieses Rennens zeigt, unsere Homepage www.msc-suhl.de zu besuchen. Dort finden sich zusätzlich zu den Ergebnislisten auch Bilder und weitere Berichte rund um den Endurosport..

Bedanken möchten wir uns auf diesem Wege auch bei den Organisatoren und unzähligen Helfern, die so eine Veranstaltung erst möglich machen. Diese schwere Aufgabe ist uns ja nicht unbekannt, denn bald steht ja auch die traditionelle Suhler Mittelgebirgsfahrt am 6. Oktober bei uns in Suhl wieder an. Dafür wünschen wir uns eine genauso gute Stimmung! Übrigens: Helfer und Teilnehmer sind noch immer willkommen!

Text: Stefan Heßler/HRT

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