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Montag, 29. Dezember 2014

RallyeArchiv: Baja Italia 2000


Staub und Regen



Mit der "Baja Italia" begann für den Suhler Motorrad-Rallyepiloten Stefan Heßler die diesjährige Saison. Beim Auftakt im itatlienischen Pordenone in der Nähe von Venedig war anläßlich der Milleniumsausgabe dieser Weltcupveranstaltung die gesamte Weltelite des Rallyesports angetreten.Stefan Heßler war einer von 10 Deutschen, die sich dieser Herausforderung stellten. Innerhalb von 3 Tagen waren insgesamt über 500 Kilometer als Wertungsprüfung zurückzulegen, dazu nochmals 150km an Verbindungsetappen.
Gleich am Freitag gab es die erste Enttäuschung für den thüringer KTM-Fahrer. Seine Hoffnung, durch eine gute Plazierung beim Prolog weit vorn im Feld starten zu können, wurde enttäuscht. Der Veranstalter anullierte das Ergebnis dieser ersten Wertungsprüfung, weil einige der italienischen Fahrer versucht hatten, sich durch Abkürzen Vorteile zu verschaffen. So wurde am darauffolgendem Samstag das ca. 100 Fahrer starke Feld entsprechend er Startnummern auf die 350 km langeWertungsetappe geschickt. Damit hatte Stefan Heßler den Staub von 34 Motorrädern vor sich. "In der Steinwüste, einem riesigen Schwemmgebiet ausgetrockneter Alpenabflüsse hielt sich der Staub bei fast völliger Windstille Stundenlang in der Luft. Ich habe mir einfach nicht getraut noch mehr Gas zu geben!" berichtet der Suhler.
Wenn man bedenkt das Stefan trotzdem ,mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 80 km/h durch das unwegsame Gelände fuhr, vermag man kaum zu glauben, das dies überhaupt möglich ist. Die einheimischen Fahrer konnten natürlich bei diesen Bedingungen Ihre Streckenkenntnis voll ausspielen, und so lag Stefan am Abend auf Platz 54. Der Sonntag begann mit Regen. Und dieser sollte die Fahrer den ganzen Tag über begleiten. Von Sturzbächen bis zum feinen Landregen war alles dabei. "Die Sicht war auch nicht viel besser, dazu kam noch der durch den Regen in spiegelglatten Untergrund verwandelte Boden", berichtet der KTM Pilot. Trotzdem gelang es Stefan, noch 10 Plätze gut zu machen.
Platz 44 Gesamt, 13. Platz in der Klasse hinter Profis wie Farioli und Sala, und viertbester Deutscher stimmten den Suhler etwas versöhnlicher, obwohl das Ergebnis unter seinen Erwartungen lag.
"Das die professionell ausgerüsteten Werksfahrer nicht zu schlagen wären, war von vornherein klar, jedoch hatte ich mindestens mit einem Platz im ersten Drittel des Fahrerfeldes gerechnet. Natürlich macht sich auch das Trainingsdefizit bemerkbar. Leider gibt es hier bei uns keine legalen Möglichkeiten mehr, Endurosport zu Trainieren!", bemerkt Stefan Hessler.
Der Suhler rechnet aber damit, das er sich im Laufe der Saison, wie im letzen Jahr auch, steigern wird. Immerhin konnte Stefan 1999 3 von 4 Rallyes als Sieger beenden!
Bedanken möchte sich Stefan Heßler an dieser Stelle nochmals bei allen Sponsoren und Helfern, die ihm die Teilnahme an diesem spitzensportlichen Wettbewerb ermöglicht haben. Besonders dem hirschbacher Mechaniker Thomas Preuß ist es zu verdanken, das das Motorrad technisch absolut problemlos diese harten Vollgaskilometer bewältigte.






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