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Dienstag, 30. Dezember 2014

Novemberenduro Walldorf 2009

So langsam kann ich mich auch in die Inventarliste des Novemberenduro eintragen... 




Seit 2005 fahre ich nun ununterbrochen bei dem größten Herbstschlammmassel" Thüringens mit. 
Immer wieder mit wechselnden Teamkollegen und natürlich auch Ergebnissen:

Vorm weiterlesen noch ein paar spektakuläre Bilder

Während das Ergebnis 2008 eine klare Aufwärtstendenz hoffen ließ, habe ich in diesem Jahr mit Ronny so ziemlich alles vorbeifahren lassen. (Außer Radfahrer vielleicht) Der alte Enduroracer Ronny hatte den Konditionsanspruch der 4 Stunden deutlich unterschätzt. Mein "Stamm"-Teampartner Martin hat sich (wieder einmal) noch kurz vor Saisonende verletzt, manchmal denke ich der macht das aus Angst vor dem NovemberSchlamm... Der war dieses Jahr auch reichlich da. Aber lest selbst den Bericht, der auch in der ENDURO erschienen ist:

PURE ENDURO“ NOVEMBERENDURO WALLDORF 2009

Wenn die Homepage der MSC Walldorf/Werra bei schönstem Augustwetter die Nennliste zum Novemberenduro freischaltet, ist es reichlich schwer vorzustellen, wie sich Motorsport bei nasskalten 5 Grad, Schlamm und Novemberregen anfühlt. Aber nicht nur deswegen sind in kürzester Frist die ersten 100 Startplätze vergeben – die „Stammkundschaft“ aus Thüringen will sich schon zeitig einen guten Startplatz sichern. Denn obwohl Walldorf in ganz Enduro-Deutschland durch einen der besten GCC Läufe bekannt ist, trauen sich im November eher die „bergerprobten“ Einheimischen an den Start der deutlich verschärften X-Country Stecke. Nun ist es keinesfalls so, dass man sich beim MSC Sorge um Teilnehmer machen müsste: In diesem Jahr fühlten sich 204 Teams aus ganz Deutschland von diesem Spektakel angezogen!

Die penible Vorbereitung eines jeden Rennens gehört in Walldorf zum guten Ton, deswegen wurde extra vor dem Rennen gleichnamiges Material auf die im oberen Teil zu befahrende Crosspiste aufgebracht, um diese optimal zu präparieren. Der Wettergott meinte es ebenfalls gut und bewässerte diese Arbeit auf das fleißigste – die Folge war eine unglaubliche Schlammschlacht schon kurz nach dem Start… Dabei muss sich ein Team genau 4 Stunden über die fast 6km langen Runden arbeiten bis die Zielflagge fällt! Nach dem zum Le-Mans Start obligatorischen Startschuss - mit echter Kanone und ganz sicher nicht zu überhören – drängten sich 200 bis an die Haarspitzen motivierte Fahrer über die Schlammpiste. Wer am Chaos der ersten Kurven verzweifelte, lag völlig falsch – irgendwie und erstaunlicherweise verteilt sich das Fahrerfeld schon nach kurzer Zeit über die Strecke. Platz zum Überholen ist immer, an den großen Steilauffahrten gab´s diesmal sogar noch eine Umfahrung für die Umfahrung.

Während die Spitzenfahrer im unteren Wald schon erste Rillen in die die Steilauffahren fräsen, kommt oben am Start endlich der letzte Nachzügler auf die zerfurchte Piste. Die Top 10 ziehen auch bei diesen Bedingungen ohne Staus ihre Runden, während der unerfahrene Teil des Feldes endlich unten im Wald angekommen ist, um dort Kühler und Kupplungen verrauchen zu lassen. Bereits nach zwei Umläufen haben sich aus dem lockeren, weichen Boden extrem tiefe Spurrinnen herausgefahren, welche allerdings den Vorteil haben, dass in diesen der Untergrund leidlich trocken und griffig ist. Trotzdem verbleibt so manches Bike verlassen am Streckenrand. Meist sitzt das technische Problem auf der Sitzbank - die Runde mit ständig wechselnden Kurven und den vielen Auf- und Abfahrten verlangt neben einem feinen Gespür fürs grobe Gelände ein ordentliches Paket gut konditionierter Muskeln.

Der erst 16-Jährige Chris Gundermann und sein auch gerade mal 21 Jahre alter Partner Philipp Storz zeigen auf Ihrer Hausstrecke was wirklich geht: Am tief verspurten Zieltable legen die Youngsters extra weite Sprünge vor und haben auch an den kniffligen Auffahrten immer das richtige Rezept. Folgerichtig kommt Gundermann als erster aus Runde eins zurück – das Team wird diese Führung bis ins Ziel nicht wieder abgeben. Dirk Peter und Marco Siedel sind ab der ersten Runde dahinter – und bleiben es auch. Am Ende beträgt ihr Rückstand immerhin fast 8 Minuten. Die ebenfalls in der GCC und DM erfolgreichen Daniel Kremmer und Markus Röhrig folgen auf Platz 3 und als eines der drei Teams, welches 21 Runden geschafft hat. Von den genannten 204 Paaren schafften es am Ende 181 in die Wertung – der Platz 181 wurde mit einer gefahrenen Runde erkämpft.
Mit einer großen „After Race Party“ und Siegerehrung endete der letzte „offizielle“ Endurotag im Thüringer Wald. Aber keine Panik – auch 2010 gibt es wieder und mehrfach PURE ENDURO in Walldorf!
Lust bekommen?

Dann anmelden zum jeweils ersten Novemberwochenende beim MSC WALLDORF/ WERRA
TEXT STEFAN HESSLER

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