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Dienstag, 30. Dezember 2014

Rallye Croatia Dalmatia 2014

Natürlich .....die gelbe RallyeBIG mit der Nummer 2





Neues Land – Rallye Croatia 2014

Rallye Croatia, das sind 4 Fahrtage und ein Ruhetag, Hotel am Meer – das kenn ich doch! Stopp und mal lieber weiterlesen, denn außer diesen Eckdaten wurde fast alles „renoviert“ was unter dem bekannten Namen schon mehr als 10 Jahre Rallyefahrer in den Süden Kroatiens lockt.

Das Hotel am Meer gibt’s noch immer: Diesmal ist das wunder-schöne Städtchen Primosten der Start – und Zielort einer jeden Etappe. Und bei Wikipedia sollte stehen: Die Weinberge von Primosten stehen seit 2007 auf der „Tentative List“ des UNESCO Weltkulturerbes - und sind super für einen Rallye –Prolog geeignet.

Seit 2013 ist der Veranstalter die Firma TRX mit dem Chef und mehrmaligen Dakarteilnehmer Marco Borsi, und der nimmt das Rallyegeschäft wirklich ernst. Für 1200km Gesamtstrecke und 9 Spezialprüfungen auf Bestzeit gibt’s perfekte Roadbooks in Rollenform, die Etappenlängen sind genauso Rallyewürdig wie die langen Fahrzeiten und die ehemals einfachen Schotterwege weichen mehr und mehr technisch anspruchs-vollen Trails bis hoch in die Gebirge an der bosnischen Grenze. 

Dank großzügiger EU-Fördermittel sind die ehemals einfacheren Schotterpisten heute zugeteert. Solange die TRX Mannen wie in diesem Jahr scheinbar mühelos neue Etappen aus dem Hut zaubern, muss aber niemand Panik vor den „Schwarzdeckenfertigern“ haben.

Der Prolog: 70 Teilnehmer aus 5 Ländern können am Sonntag erstmals die Rallye und die Konkurrenz beschnuppern. Und obwohl mit rund 10 Minuten Fahrzeit nichts zu gewinnen ist, verlieren hier schon einige Favoriten die ganze Rallye. Mike Gehri verfährt sich und bekommt für den ersten Tag fast 50min Strafzeit aufgebrummt. Auch der Vorjahreszweite Stefan Heßler muss 15min für zu schnelles zurückfahren einstecken – und ist damit in guter Gesellschaft. Um die Sicherheit auf der Stecke und besonders in den Wertungs-prüfungen zu erhöhen, sind Speedlimits angegeben, welche mit GPS Transpondern lückenlos überwacht werden. Obwohl das Prinzip funktioniert- schwere Unfälle blieben tatsächlich aus – führten die drastischen Zeitstrafen für Über-schreitungen nicht nur am ersten Tag der Rallye zu teils unwirklichen Verschiebungen im Klassement. Für für 2015 versprach der Veranstalter übrigens, hier nochmals nach-zubessern.

Der Montag ist zum „Einfahren“ gut geeignet, mit gut 200km keine zu schwierige Aufgabe. Die teils schmalen Trails drücken das Tempo und die Fahrzeit ist mit über 8 Stunden trotzdem lang genug. Der Dienstag ist wahrer Marathon, heute stehen 375km auf dem Roadbook, dazu gibt es 620 Bilder! Der erste Fahrer startet um 6.01Uhr , rund 13 Stunden ist die Sollzeit der Etappe.

Mittwoch und Ruhetag: Die einen reparieren den ganzen Tag, andere nehmen sich Zeit für Stand und Eiscafe.

Am Donnerstag geht die Rallye mit Vollgas weiter, 390km und 586 Bilder – der Tag wird wieder lang!

„Tricky Friday“ das passt besonders zur ersten Speziale. Schwierige Navigation auf weiten Grasebenen, schmale Trails im Wald ließen auch Topfahrer scheitern. Edi Ederer „machte Urlaub in Kroatien“, verfährt sich völlig und verliert seine schon sicher geglaubte Top - Plazierung.

Gewinnen konnte 2014 nur einen schneller Fahrer mit wenig Fehlern und damit Strafzeiten. Das war in diesem Jahr der Dakar- erfahrene Italiener Nicola Tonetti.

Wer Nicola besiegen will hat 2015 wieder eine Chance, vom ??-??. Mai mit Start und Ziel in Primosten!

Infos und alle Ergebnisse kann man auf der Homepage des TRX Teams auch in Deutsch nachlesen: http://www.trxraid.com


TEXT HRT

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